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Mädchenförderung: Das Projekt MäFöG
„Tradition und afrikanische Stammeskultur sind die Ursachen, dass bei uns begabte Mädchen nicht die gleichen Chancen erhalten wie Jungen, eine weiterführende „Secondary School“ zu besuchen oder weiter gefördert zu werden. So ähnlich dürfte das bei Ihnen in Deutschland vor 50 Jahren auch gewesen sein. Bei uns in Mwanza kommt zu dieser Benachteiligung der Frauen noch die große Armut als Ursache hinzu. Vor allem bei AIDS-Waisenkindern, die von Verwandten hilfsbereit aufgenommen wurden, erhalten allerhöchstens begabte Jungen die Gelegenheit, weiterführende Schulen zu besuchen.“
Schon im April 2002 erklärte die stellvertretende Stadtschulrätin von Mwanza Beata Manyama mit diesen Worten ihre Bitte um Hilfe. So sollen begabte, aber mittellose Mädchen und Frauen die Chance einer weiterführenden Ausbildung erhalten. Die jährlichen Kosten sind je nach Art unterschiedlich, je nach Schultyp, Art der Unterbringung, Unterrichtsmaterialien etc.


M.W.A.N.Z.A. e.V. – in Zusammenarbeit mit der AWF (Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen)- sucht nun Menschen, die bereit sind, für vier Jahre eine solche Patenschaft von 50,- bis 100,00 € pro Jahr zu übernehmen. So ist z.B. eine Förderung von der 8. bis zur 11. Klasse („O-Level“) an der Secondary School möglich, oder ein Schulabschluss kann nachgeholt werden, oder eine Weiterbildung kann absolviert werden. Wegen der unterschiedlichen Förderbeträge sind oft mehrere Patenschaften nötig, um eine Förderung zu gewährleisten.
Dieser neue Anlauf einer Förderung wird nur in Zusammenarbeit mit Institutionen durchgeführt, deren Zuverlässigkeit außer Zweifel steht.
Zum Projekt Mädchenförderung gibt es einen flyer, der hier heruntergeladen werden kann:
MäföG-Flyer Vorderseite (pdf-2,5 MB)
MäFöG-Flyer Rückseite (pdf - 3,1 MB)
Stand der Mädchenförderung Ende 2009
Wir möchten einen Überblick geben, wer alles von MäFöG profitiert.
Seit 2008 werden gefördert (mit knapp 5000,00 €, wovon die MäFöG-Dauerförderung über 3100,00 € einbringt):
16 Mädchen unterschiedlichen Alters an der HURUMA-Förderschule (mit Beträgen zwischen 20,00 und 200,00 €)
7 junge Frauen aus dem Pflege- und Lehrpersonal der HURUMA-Förderschule, damit sie einen Schulabschluss nachholen können oder sich beruflich weiter qualifizieren können (mit Beträgen zwischen 90,00 und 180,00 €),
12 Mädchen aus dem Shaloom Care House (das Menschen, die von AIDS betroffen sind, unterstützt), damit sie eine Secondary School besuchen können (mit Beträgen zwischen 60,00 und 270,00 €),
sowie ein weiteres bedürftiges Mädchen an einer Secondary School (130,00 €).
2009 ergaben sich Veränderungen (mit einer Fördersumme von knapp 10000,00 €,
wovon die MäFöG-Dauerförderung über 3300,00 € einbringt):
Nach längerer Vorbereitungszeit erhielten wir von Sr Denise erst Anfang des Jahres konkrete Angaben für die Förderung von sechs Mädchen auf ihrer Montessori Secondary School (je 300,00 €, alles inklusive).
Manche Mädchen an der HURUMA-Förderschule schlossen ihren Schulbesuch ab oder wurden nicht länger von ihren Eltern hingebracht; teils auch während des Schuljahres, so schichtete die Leiterin Bertha Haas, eine verlässliche amerikanische Maryknoll Lay Missionary, die Förderung um. Das betraf sechs Förderplätze, vier neue kamen hinzu.
Auch bei dem Pflege- und Lehrpersonal der HURUMA-Förderschule kamen fünf Frauen dazu.
Einer begabten jungen Frau bezahlen wir die Ausbildung zur Kindergärtnerin (500 €).
2010 wird sich unsere Hilfe wiederum etwas verlagern.
6 Mädchen werden nach der Primary School eine einjährige Hauswirtschafts-Grundausbildung erhalten, ein wichtiger Beitrag zu Hygiene und gesunder Kindererziehung (je 110,00 €).
Allerdings hat ein Teil der Shaloom Care House Mädchen die Schulausbildung auch abgeschlossen.
Die Realität der Bedürfnisse unserer Partner hat es bewirkt, dass die Ausbildung an einer vierjährigen Secondary School nur einen Teil der Förderungen ausmacht. Dennoch behalten wir den Grundsatz einer Verpflichtung für diesen überschaubaren Zeitraum bei; er kommt den Bedürfnissen der SpenderInnen entgegen und ermöglicht uns eine mittelfristige Planung und etwas Kontinuität für unsere Partner in Mwanza.
Wir freuen uns über weitere UnterstützerInnen für bessere Chancengleichheit, eben auch unter den Geschlechtern.








